Kinderrechte in Bayern endlich verankern – Kinderschutzbund Bayern fordert Aufnahme indie Bayerische Verfassung


Am Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November fordert der Kinderschutzbund Landesverband Bayern, Kinderrechte endlich ausdrücklich in die Bayerische Verfassung aufzunehmen. So würde Bayern zu den Bundesländern aufschließen, die Kinderrechte bereits auf höchster Ebene sichern – darunter Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und Thüringen.
„Wir sprechen viel darüber, Kinder zu schützen und zu stärken – aber damit das in jeder Situation gilt, brauchen Kinderrechte eine klare rechtliche Basis“, sagt Susanna Kaiser, Vorsitzende Landesvorstand des Kinderschutzbundes Bayern. „Kinder haben ein Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Diese Rechte dürfen nicht von politischen Mehrheiten oder wechselnden Prioritäten abhängen. Eine Verfassungsverankerung stellt sicher, dass die Stimme von Kindern in Bayern verbindlich gehört wird.“ Warum die Verfassungsverankerung entscheidend ist:
Eine klare Verfassungsnorm führt dazu, dass:

  • das Wohl des Kindes bei staatlichen Entscheidungen vorrangig berücksichtigt wird,
  • Schutz und Förderung verlässlicher organisiert werden,
  • die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Schule, Jugendhilfe und Kommunen systematisch gestärkt wird, und staatliches Handeln nachhaltig und unabhängig von Regierungswechseln wird.

  • „In unserer täglichen Arbeit sehen wir deutlich, wie groß der Unterschied zwischen einer Empfehlung und einer rechtlichen Verpflichtung ist“, sagt Alexandra Schreiner-Hirsch, pädagogische Leitung des Kinderschutzbundes Bayern. „Ein Verfassungsanker gibt Orientierung und Bestand. Er schützt Kinderrechte auch dann, wenn sich gesellschaftlicheoder politische Rahmenbedingungen verändern.“
    Blick über Bayern hinaus:
    In den Ländern, in denen Kinderrechte bereits verfassungsrechtlich festgeschrieben sind, hat sich gezeigt:
    Die Verankerung stärkt die Verbindlichkeit im staatlichen Handeln – in Bildung, Jugendhilfe, Beteiligungsverfahren und im Kinderschutz. Sie schafft klare Leitplanken und dauerhafte Strukturen, die Kinder und Familien unterstützen.
    Geschäftsstelle
    Forderung an den Bayerischen Landtag:
    Der Kinderschutzbund Bayern fordert die Einleitung eines Verfassungsänderungsverfahrens mit folgenden Kernelementen:
  • Vorrang des Kindeswohls, Recht auf Schutz und Förderung, Recht auf altersgerechte Beteiligung, Recht auf gewaltfreie Erziehung.
    Abschließender Appell:
    „Niemand verliert, wenn Kinderrechte gestärkt werden – aber Kinder verlieren, wenn wir es nicht tun“, so Susanna Kaiser.

Hebammenzentrale wird weiter gefördert

Erlanger Nachrichten, 29.10.2025

Die Hebammenzentrale Erlangen – Erlangen-Höchstadt erhält weiterhin Landesfördermittel, da der Freistaat Bayern das Förderprogramm zur Geburtshilfe bis Ende 2027 verlängert hat.

Somit können Erlangen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt gemeinsam einen neuen Förderantrag stellen. OB Florian Janik und Landrat Alexander Tritthart begrüßen die Fortsetzung: „Die Hebammenzentrale ist eine echte Erfolgsgeschichte. Sie sorgt dafür, dass werdende Familien in Stadt und Landkreis verlässlich Unterstützung finden und Hebammen gute Arbeitsbedingungen haben.“

Gegründet 2019 vom Staatlichen Gesundheitsamt für Erlangen und den Landkreis, wird die Einrichtung vom Kinderschutzbund getragen. Sie vermittelt Hebammen an Familien, organisiert einen Bereitschaftsdienst für die Wochenbettbetreuung und unterstützt Fachkräfte. Dies entlastet Henammen, stärkt die Versorgung und garantiert mehr Betreuungssicherheit für Schwangere. Derzeit sind die Kosten zu 90 Prozent vom Freistaat Bayern und zu zehn Prozent von Stadt und Landkreis gedeckt.

Schmuck und Accessoires aus Fahrradschläuchen

Schmuck und Accessoires aus Fahrradschläuchen

In Kooperation mit der Jugendkunstschule Erlangen laden wir anlässlich des Weltkindertags im Rahmen von den „Aktionstagen Ehrenamt“ in den Erlangen Arcaden zu einer besonderen Mitmach-Aktion am Samstag, den 27. September, 14-17 Uhr ein!

Gemeinsam mit einer erfahrenen Künstlerin gestalten wir individuelle Schmuckaccessoires und Anhänger aus alten Fahrradschläuchen. Ob Armband,Kette, Ohrringe oder Schlüsselanhänger: Mit Fantasie und handwerklichem Geschick entstehen aus ungewöhnlichem Material kreative Lieblingsstücke.

Wir freuen uns darauf mit euch etwas Nachhaltiges, Originelles und Einzigartiges zu gestalten – kommt am Samstag im Erdgeschoss der Erlangen Arcaden vorbei!

Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

70.000 fehlende Kita-Plätze, Milliarden-Schulstau, steigende Kinderarmut – Kinderschutzbund Bayern schlägt Alarm zum Weltkindertag

Am Samstag, 20. September, ist Weltkindertag. Für den Kinderschutzbund Bayern ein Anlass, auf die dramatische Lage von Kindern und Jugendlichen im Freistaat aufmerksam zu machen. Unter dem Motto der bundesweiten Kampagne „Wen kümmert’s?“ fordert der Landesverband: Kinder brauchen endlich mehr Beachtung in der Politik.

Bayern in der Krise: Zahlen, die aufrütteln

  • 70.100 fehlende Kita-Plätze: Laut Bertelsmann Stiftung fehlen in Bayern über 70.000 Plätze, um den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung zu erfüllen (Bertelsmann Stiftung, 28.11.2023). Selbst in München gehen die Schätzungen in die Zehntausende (Abendzeitung, 18.12.2023: „So viele Kitaplätze fehlen in München“).
  • Milliarden-Schulstau: Expert:innen sehen in Bayern einen Sanierungsrückstand im zweistelligen Milliardenbereich (BR24, 19.04.2025).
  • Kinderarmut auf dem Vormarsch: In Bayern wachsen 322.000 Kinder und Jugendliche – das sind 14,3 Prozent – in Armut oder an der Armutsgrenze auf (Statistisches Bundesamt, 20.06.2023). In München liegt die Quote zwar niedriger (11,6 Prozent, bundesweit niedrigste Großstadt-Quote), doch auch hier ist jedes neunte Kind betroffen (Sozialpolitik aktuell, 2023).

Hinweis: Für Bayern liegen uns sowohl zu den fehlenden Kitaplätzen als auch zur Kinderarmut bislang keine neueren offiziellen Daten für das Jahr 2024 vor. Die genannten Werte sind die uns aktuell verfügbaren.

Kinderschutzbund fordert Kurswechsel

„Wer heute nicht in Kinder investiert, gefährdet die Zukunft Bayerns. Kinder sind unsere Zukunft – und sie müssen endlich Vorrang haben. Jeder Euro, der in gute Kitas, Schulen und Jugendhilfe fließt, ist eine Investition in sozialen Frieden, Bildungsgerechtigkeit und die Stärke unseres Landes“, betont Susanna Kaiser, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Bayern.

Der Kinderschutzbund Bayern ruft deshalb Politik und Gesellschaft auf, zum Weltkindertag am Samstag ein klares Signal zu setzen: Kinder dürfen nicht länger hintenangestellt werden.

Kinderschutz endet nicht am Beckenrand – Der Kinderschutzbund Bayern fordert mehr Wachsamkeit in Freibädern

Die Temperaturen steigen wieder, die Sommerferien laufen – Bayerns Freibäder sind gut besucht. Doch wo viele Kinder planschen, ist auch Verantwortung gefragt. Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Bayern (DKSB Bayern) warnt: Kinderschutz im Freibad braucht mehr als Baderegeln – er braucht wache Eltern, präsente Erwachsene und durchdachte Schutzkonzepte.

Aktuelle Fälle aus Bayern zeigen den Handlungsbedarf: In Grafing (Lkr. Ebersberg) mussten in den vergangenen Wochen Eltern mit Kleinkindern vom Badepersonal wiederholt angesprochen oder sogar des Bades verwiesen werden – sie hatten ihre Kinder unbeaufsichtigt im Wasser gelassen. Die Stadt reagierte mit klaren Regeln: Kinder unter sieben Jahren dürfen das Becken nur in Begleitung betreten. In anderen Bädern sorgen Vorfälle von Belästigung und unsicherem Verhalten Jugendlicher für Verunsicherung.

„Der Bademeister ist kein Babysitter,“ sagt Alexandra Schreiner-Hirsch, pädagogische Leitung des DKSB Bayern. „Die Verantwortung für Kinder liegt bei den Eltern – und das gilt natürlich auch im Freibad.“

Verantwortung beginnt beim Hinschauen. Der Kinderschutzbund Bayern appelliert an Eltern, Großeltern und Betreuungspersonen: Bleiben Sie in der Nähe Ihres Kindes. Immer.

Auch wenn Kinder bereits schwimmen können – jedes Kind ist unterschiedlich. Wenn ein Kind sich im Wasser noch unsicher fühlt, braucht es eine vertraute, aufmerksame Begleitung. Eltern kennen ihr Kind am besten – sie müssen auch am besten einschätzen können, ob es allein zurechtkommt.

„Kinderschutz beginnt mit einem wachen Blick – nicht mit Perfektion, sondern mit Präsenz,“ so Schreiner-Hirsch.

Wer ein Kind allein im Wasser sieht, das nicht schwimmen kann, sollte nicht wegsehen. Wer eine grenzüberschreitende Situation beobachtet, sollte eingreifen oder Hilfe holen. Und wer Verantwortung für ein Kind übernimmt, sollte diese auch aktiv wahrnehmen – im Freibad wie überall sonst.

Schutz durch Struktur – nicht nur im Notfall

Neben der elterlichen Verantwortung brauchen Freibäder aus Sicht des DKSB Bayern auch klare Schutzkonzepte. Dazu gehören:

  • geschultes Personal, das Anzeichen von Unsicherheit oder Überforderung erkennt,
  • Verhaltensregeln, die allen Badegästen kommuniziert werden,
  • und niedrigschwellige Wege für Kinder, sich Hilfe zu holen.

Ein Beispiel: Im nordrhein-westfälischen Büren wurde eine Schildkröte namens „Tiki“ als Symbolfigur eingeführt. Kinder können sich bei Unwohlsein mit dem Satz „Ich brauche Tiki“ ans Personal wenden – ein einfaches Codewort mit großer Wirkung. Solche kindgerechten Zugänge sind auch für bayerische Bäder denkbar und wünschenswert.

„Kinder müssen wissen, dass sie Nein sagen dürfen – und dass Hilfe holen kein Petzen ist. Dieses Vertrauen kann man ihnen geben, noch bevor etwas passiert,“ betont Schreiner-Hirsch.

Kinderschutz braucht Haltung – nicht nur Vorschriften

Für den DKSB Bayern steht fest: Kinderschutz ist keine Frage einzelner Maßnahmen, sondern eine gemeinsame Aufgabe. Eltern, Badegäste, Badbetreiber und Kommunen müssen zusammenwirken, damit Kinder sich auch im Trubel eines heißen Sommertages sicher und gesehen fühlen.

„Ein sicherer Freibadbesuch beginnt mit dem Gespräch zuhause – und setzt sich im achtsamen Miteinander fort,“ so Schreiner-Hirsch.

„Wenn alle Beteiligten hinschauen und Haltung zeigen, bleibt das Freibad ein Ort für unbeschwerte Kindheit.“

Zeugnisse ohne Angst: Kinder brauchen Rückhalt, nicht Druck

Kinderschutzbund Bayern ruft Eltern zum Schuljahresende zu mehr Verständnis, Unterstützung und realistischen Erwartungen auf

Die letzten Schultage sind für viele Kinder mit Spannung – und für manche mit Angst verbunden. Besonders zum Zeugniszeitpunkt steigt der Druck. „Wie sag ich’s meinen Eltern?“ – ist eine der häufigsten Sorgen von Schüler:innen mit mittelmäßigen oder schlechten Noten. Der Kinderschutzbund Bayern ruft Eltern daher dazu auf, sich selbst zu fragen: Was zählt mehr – die Note oder mein Kind?

„Ein Zeugnis sagt uns etwas über die Noten des Kindes – aber nicht alles über das Kind“, sagt Alexandra Schreiner-Hirsch, pädagogische Leiterin beim Kinderschutzbund Landesverband Bayern. „Es sagt nichts über den Charakter, über Mitgefühl, Kreativität oder die besonderen Stärken eines Kindes. Deshalb brauchen Kinder an diesem Tag keine Bewertung durch die Eltern, sondern Verständnis, Unterstützung – und den ehrlichen Glauben daran, dass sie wachsen dürfen.“

Schlechte Noten? Realismus statt Reaktion

„Viele Eltern reagieren aus Sorge – und meinen es gut. Aber Druck, Strafen oder Abwertungen bewirken das Gegenteil von dem, was sie wollen“, erklärt Schreiner-Hirsch. Die Forschung bestätigt: Kinder, die sich emotional sicher fühlen, entwickeln langfristig mehr Motivation und Resilienz. Angst hingegen blockiert Lernen – dauerhaft.

Was Eltern konkret tun können:

  • Hinterfragen statt verurteilen: Schlechte Noten haben Gründe. Möglicherweise liegt es an Überforderung, Konzentrationsproblemen oder schlicht daran, dass ein Fach nicht „ihr Ding“ ist. Wer fragt statt urteilt, kommt weiter.
  • Stärken stärken: Statt Defizite zu betonen, lohnt es sich, gemeinsam auf das zu blicken, was gut läuft – ob Sozialverhalten, Sport, Musik oder einfach Ausdauer.
  • Ziele gemeinsam setzen: Was wünschen sich Kinder selbst? Was möchten sie im nächsten Schuljahr anders machen? Das stärkt Eigenverantwortung.

Zeugnisse in anderen Ländern: Weniger Drama, mehr Dialog

In Ländern wie Finnland oder Schweden steht nicht die Note im Vordergrund, sondern die individuelle Entwicklung. Persönliche Lernfortschritte, Rückmeldungen zum Arbeitsverhalten und soziale Kompetenzen zählen ebenso. Auch deutsche Bildungsforscher:innen empfehlen zunehmend, Zeugnisse als Gesprächsanlass statt als Leistungsurteil zu verstehen.

Verständnis macht stark

Der Kinderschutzbund Bayern ruft dazu auf, die Zeugniszeit als Chance für Nähe und Gespräche zu nutzen:

„Wenn Kinder wissen: Meine Eltern stehen zu mir – auch wenn es mal nicht gut läuft, dann sind sie bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln“, so Alexandra Schreiner-Hirsch. „Erwartungen sollten nicht an Noten, sondern an individuelle Entwicklung geknüpft sein.“

Hilfe und Gesprächspartner für Eltern – und Kinder

Für Eltern, die sich Unterstützung wünschen oder unsicher sind im Umgang mit der Zeugniszeit, gibt es das Elterntelefon des Kinderschutzbundes unter der Nummer 0800 – 111 0 550 – anonym, kostenlos und vertraulich.

Auch Kinder und Jugendliche selbst können sich bei Sorgen oder Ängsten rund um Schule, Familie oder Freundeskreis direkt an die Nummer gegen Kummer wenden: 116 111 – anonym, kostenlos, täglich erreichbar.

Beide Angebote bieten ein offenes Ohr – und das Gefühl: Du bist nicht allein.

Ab in die Schule! Kinderschutzbund spendet Schultaschen an Schulanfänger der Gemeinschaftsunterkunft Höchstadt a.d.A.

Ab in die Schule! Kinderschutzbund spendet Schultaschen an Schulanfänger der Gemeinschaftsunterkunft Höchstadt a.d.A.

Die Aufregung war groß in der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen in Höchstadt a.d.A.: Bereits zum wiederholten Mal durften sich die Kinder, die im September eingeschult werden und mit ihren Familien von der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie Bamberg-Forchheim begleitet werden, über eine Spende zum Schulstart freuen. Der Kinderschutzbund Erlangen schenkte mit Unterstützung der Sparda-Bank Nürnberg den angehenden ABC-Schützen nicht nur nagelneue Schulranzen, sondern auch Turnbeutel und Mäppchen. Bei der Übergabe der Erstausstattung für die Schule strahlten dann die Kinder um die Wette, erforschten Taschen, Beutel und Mäppchen und bedankten sich herzlich für die Unterstützung.

Foto von Carolin Koch

Filmabend “Einfach ungerecht” bei den Familienpatenschaften

Filmabend “Einfach ungerecht” bei den Familienpatenschaften

Die Familienpatenschaften greifen in diesem Jahr das Thema “Kinderarmut in Deutschland” auf und stiegen in dieses wichtige und bewegende Thema mit einem Filmabend ein. Der Film “Einfach ungerecht” (in der ZDF-Mediathek zu finden) zeigt aus Sicht von Kindern die Schwierigkeiten von Familien, die von Armut bedroht sind. Wir haben das als Anlass genommen, gemeinsam zu reflektieren, welche Auswirkungen finanziell knappe Lebensumstände auf das gesamte Leben haben. Was sind überhaupt Privilegien und wie stehe ich gerade im Leben? Was für Unterstützungen kann es für Familien geben und wie kann Teilhabe gelingen? Alles Fragen, auf die es keine schnelle und einfache Antwort gibt. Daher vertiefen wir das Thema im Herbst durch einen digitalen Workshop mit Frau Zepter von der Caritas Erlangen. Wir freuen uns darauf.

Zufriedenheitsumfrage bei den Familienpatenschaften Erlangen

Zufriedenheitsumfrage bei den Familienpatenschaften Erlangen

Januar 2025- Für die Familienpatenschaften in Erlangen werden regelmäßig Umfragen zur Zufriedenheit im Projekt durchgeführt. Zum Jahreswechsel 2024-2025 war es wieder Zeit, unser Projekt und dessen Qualität zu überprüfen. Daher wurden sowohl die aktuellen Patenfamilien als auch die Familienpat*innen in einem Online-Fragebogen befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor (19 Antworten von Patenfamilien, 20 Antworten von Pat*innen).

Folgende Punkte sind hervorzuheben:

  • Es werden ausgeglichen jeweils zur Hälfte sowohl Alleinerziehende, als auch Ehepaare/Partnerschaften mit Kindern unterstützt.
  • Die meisten Pat*innen besuchen ihre Patenfamilie einmal pro Woche für 2 bis 4 Stunden.
  • Die Anzahl der betreuten Kinder variiert zwischen 1 und 5 Kindern.
  • Die Patenfamilien sind nach den Rückmeldungen 100% mit Ihrer Familienpatenschaft zufrieden.
  • Die Patenfamilien geben an, dass die Pat*innen besonders bei der Kinderbetreuung unterstützen, ihnen als Eltern Entlastung bieten und Vertrauensperson des/der Kindes/r sind.
  • Die Familienpat*innen bewerten die vorbereitende Schulung als sehr gewinnbringend und als eine sehr gute Vorbereitung auf das Ehrenamt. Besonders die Unterstützung durch die Koordinatorin sei sehr hilfreich. Weitere Angebote wie Fortbildungen, Supervision und Patentreffen, aber auch der  Newsletter ergänzen den Austausch.
  • Die Familienpat*innen beschreiben die Beziehung zum Patenkind als Schützling und die Beziehung zu den Eltern als entspannt, wertschätzend, dankbar und auf Augenhöhe.
  • Die Motivation für das Ehrenamt würde besonders durch die Freude mit den Kindern, der sinnvollen Aufgabe und der persönlichen Bereicherung erhalten bleiben.

Wir freuen uns über diese positiven Rückmeldung und nehmen individuelle Wünsche, Fragen und Anregungen jederzeit sehr gerne auf. Wenden Sie sich hierfür gerne jederzeit an die Koordinatorin (familienpatenschaften-erlangen@kinderschutzbund-erlangen.de) oder an die Geschäftsführung des Kinderschutzbundes Erlangen oder des Erlanger Bündnisses für Familien.

Pat*innenessen der Familienpatenschaften Erlangen-Höchstadt 2025

Pat*innenessen der Familienpatenschaften Erlangen-Höchstadt 2025

Im Juni fand das diesjährige Pat*innenessen der Familienpatenschaften Erlangen-Höchstadt in gemütlicher Atmosphäre in der Fischküche Reck statt. Die Veranstaltung bot Gelegenheit zum Austausch, zur Anerkennung des Engagements und zur feierlichen Aufnahme neuer Pat*innen.

Im Mittelpunkt standen die neuen Familienpat*innen, die nach erfolgreich absolvierter Schulung offiziell in das Projekt aufgenommen wurden. Sie erhielten im feierlichen Rahmen ein Zertifikat überreicht.

Grußworte sprachen der stellvertretende Landrat Dr. Martin Oberle, Otto Schammann als Vertreter des Landratsamts sowie Esther Detzel, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Erlangen. In ihren Reden betonten alle, wie wertvoll das Engagement der Pat*innen für Familien im Landkreis ist. Sie dankten herzlich allen Pat*innen für ihre Zeit, Geduld und ihr Engagement.

Bei gutem Essen und in angenehmer Runde ergaben sich viele Gespräche und neue Kontakte. Das Pat*innenessen würdigte nicht nur das Ehrenamt, sondern stärkte auch das Miteinander der Beteiligten – ein gelungener Abend für alle Anwesenden.

Möchten Sie Familien in herausfordernden Lebenslagen unterstützen und Entlastung schaffen? Als Familienpat*in schenken Sie Zeit, Aufmerksamkeit und Stabilität – eine wertvolle Hilfe für Eltern und Kinder im Alltag. Im Herbst 2025 startet die nächste Schulung für neue Pat*innen. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an die Koordinatorin der Familienpatenschaften Erlangen-Höchstadt – wir freuen uns auf Sie!