Kinderschutzbund Bayern warnt: Schutzräume für Kinder dürfen nicht bröckeln
München, 2. Dezember 2025 – Die Belastungen für Kinder und Familien in Bayern nehmen spürbar zu. Steigende Lebenshaltungskosten, familiäre Konflikte, psychische Belastungen und digitale Überforderung prägen den Alltag vieler junger Menschen – und bringen Familien in eine Lage, die sie immer häufiger alleine kaum noch bewältigen können. Gleichzeitig geraten Unterstützungsangebote an ihre Grenzen.
Immer deutlicher zeigt sich: Kinder und Jugendliche wirken häufiger erschöpft, verunsichert oder überfordert. Familiäre Spannungen, schulischer Leistungsdruck und digitale Dauerpräsenz verstärken sich gegenseitig. Das Ergebnis ist ein Alltag, der für viele Kinder kaum noch Halt bietet.
„Kinder spüren Krisen mit einer Wucht, die Erwachsene oft unterschätzen. Und wenn Unterstützung fehlt, trifft das die Jüngsten am härtesten. Wir stehen an einem Punkt, an dem Schutzangebote nicht nur wichtig – sondern überlebensnotwendig sind“, warnt Susanna Kaiser, Vorsitzende Landesvorstand des Kinderschutzbundes Bayern.
Der Kinderschutzbund und seine 56 Orts- und Kreisverbände bieten bayernweit Schutz, Stabilität und Orientierung – insbesondere dort, wo staatliche oder schulische Strukturen nicht ausreichen:
- Begleiteter Umgang: geschützter Rahmen für Kinder in belasteten Trennungs- und Konfliktsituationen
- Familienpaten Bayern: ehrenamtliche Begleitung, die Familien entlastet und Kindern verlässliche Bezugspersonen schenkt
- Medienprävention & Medienlöwen Medientraining®: Unterstützung bei digitalem Stress, Cybermobbing und Medienkompetenz
- Prävention sexualisierter Gewalt (Starke Kinder Kiste®): frühe Stärkung von Selbstwert und Schutzkompetenzen
- Elternbildung & interkulturelle Beratung: Unterstützung und Orientierung in herausfordernden Lebenslagen
Doch genau diese Angebote sind vielerorts bedroht. Sie sind nicht dauerhaft staatlich finanziert und können nur weitergeführt werden, wenn genügend Mittel bereitstehen. In einzelnen Regionen entstanden bereits Wartelisten – ein deutliches Zeichen, dass der Bedarf stärker wächst als die verfügbaren Ressourcen.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass Schutzräume bröckeln, während die Herausforderungen wachsen. Wer heute spendet, sorgt dafür, dass ein Kind morgen nicht allein durch eine Krise gehen muss. Jede Spende ist ein Stück gelebter Kinderschutz in Bayern“, so Kaiser.
Spendenkonto
Kinderschutzbund Landesverband Bayern e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE82 3702 0500 0007 8025 00
BIC: BFSWDE33XXX
Online-Spende: https://kinderschutzbund-bayern.de/spenden-fuer-kinder/




