Keine Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ?

Berlin, 08.06.2021. Der Kinderschutzbund zeigt sich entt├Ąuscht ├╝ber die gescheiterten Verhandlungen zu der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz. In der Corona-Krise hatte der Kinderschutzbund oft den Eindruck, dass Kinder in der Politik keine hohe Priorit├Ąt haben. Dieser Eindruck setzt sich beim Umgang mit den Kinderrechten fort. ÔÇ×Ein deprimierendes Signal f├╝r Kinder und Familien in DeutschlandÔÇť, findet der Pr├Ąsident des Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers.ÔÇ×Wir brauchen echte Kinderrechte im Grundgesetz. Zu echten Kinderrechten geh├Âren Schutz, F├Ârderung und Beteiligung von Kindern sowie der Vorrang des KindeswohlsÔÇť, sagt Heinz Hilgers dazu. Der Kinderschutzbund wird weiter f├╝r die Kinderrechte k├Ąmpfen. ÔÇ×Neben der Kindergrundsicherung ist die Aufnahme echter Kinderrechte ins Grundgesetz der wichtigste Wahlpr├╝fstein f├╝r den KinderschutzbundÔÇť, erkl├Ąrt Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer Daniel Grein. Der Kinderschutzbund erwartet, dass eine zuk├╝nftige Regierung im Koalitionsvertrag festh├Ąlt, dass echte Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.Dass das m├Âglich ist zeigen zwei Bundesl├Ąnder: ÔÇ×Hessen hat nach einem ├╝berragenden Ergebnis einer Volksabstimmung ein gutes Beispiel abgegeben. Und erst k├╝rzlich hat Bremen gezeigt, dass ernstgemeinte Kinderrechte in der Landesverfassung erreichbar sindÔÇť, so Heinz Hilgers.